Früher…
Als in den 90er Jahren die ersten grafischen Webbrowser entwickelt wurden, konnten diese zunächst nur einfache Textdokumente darstellen. Als das National Center for Supercomputing Applications (NCSA) in Illinois mit Mosaic den ersten Webbrowser veröffentlichte, der in Webseiten eingebettete Grafiken anzeigen konnte, war das schon eine kleine technische Revolution – und vermutlich auch der Grundstein dafür, dass Webbrowser auch bei nicht-technischen NutzerInnen Verbreitung fanden.
Nicht einmal 25 Jahre später haben sich die Fähigkeiten von Webbrowsern potenziert. Im Browser können nicht nur klassische Dokumente angezeigt werden, wir können verschiedenste Anwendungen direkt im Browser ausführen. Mail-Programme wie Outlook oder GMail, Content-Management-Systeme wie Wordpress, Kollaborationstools wie Google Docs oder eben interaktive Storytelling-Formate und Visualisierungen können wir nutzen, in dem wir eine Webadresse in unseren Browser eingeben – ohne Installation, auf Laptop und Smartphone gleichermaßen.
Das Web ist zu einer Plattform geworden, fast wie ein kleines Betriebssystem. Für diese Art von interaktiven, komplexen Webseiten wird häufig auch der Begriff Webanwendung verwendet, schließlich haben sie große Ähnlichkeit mit klassischen Anwendungen, die wir auf unseren Computern oder Smartphones installieren.
In dieser kleinen Einführung wollen wir die Grundlagen der Webentwicklung kennen lernen. Dafür sind gleich drei Programmiersprachen relevant: HTML, CSS und JavaScript. Wobei HTML und CSS genau genommen gar keine Programmiersprachen sind. Eigentlich ist das aber auch ein wenig Wortklauberei – denn das macht die eine nicht zu einer irgendwie wichtigeren Sprache als die andere. Alle drei sind gleichermaßen relevant für uns.
Klar sollte aber auch sein: Die technischen Möglichkeiten des Webs sind heutzutage gefühlt unbegrenzt. Entsprechend gibt es auch gefühlt unendlich viel Wissen, verschiedenste Techniken, Tools und viele sehr starke Meinungen. Kein Mensch kann all das wissen – aber das ist auch gar nicht notwendig.